NK2 Online-Workshop: Plasmatechnologien - Chancen für die Grüne Chemie

18. Dezember 2020

Plasmatechnologien könnten vielversprechende Möglichkeiten für die grüne Chemie beim Übergang zu einer nachhaltigen Wasserstoff- und Kohlenstoffkreislaufwirtschaft bieten. Auf Einladung des NK2 Netzwerks für Kohlenstoffkreislaufwirtschaft kamen 118 internationale Teilnehmer in einem Online-Workshop zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der thermischen und alternativen Plasmatechnologien und ihren potenziellen Beitrag zum Klimaschutz und einer nachhaltigen chemischen Industrie zu informieren.

Während des Online-Workshops präsentierten 11 internationale Referenten von führenden Technologieentwicklern/-anbietern und Forschungsorganisationen Plasmatechnologien. Dabei gingen sie auf wesentliche Merkmale, Prozesse und Anwendungsmöglichkeiten ein und gaben einen Überblick über internationalen Projektentwicklungen. Zahlreiche Referenten beleuchteten das Potenzial der Plasmatechnologie für die Konversion verschiedener Abfallarten in "grünem" Wasserstoff. Moderiert wurde die Online-Veranstaltung von Prof. Bernd Meyer, wissenschaftlicher Leiter des NK2-Netzwerks und Dr. Martin Gräbner von Air Liquide, einem der Gründungsmitglieder des NK2-Netzwerks. Während der gesamten Veranstaltung nutzten die Teilnehmer die Möglichkeiten einer aktiven und lebhaften Diskussion, zusammen mit Vortragenden und Moderatoren. Eine Live-Umfrage am Ende des Workshops ermöglichte zudem Einblicke in wahrgenommene Chancen, Entwicklungsrichtungen und Hindernisse für eine Umsetzung von Plasmatechnologien im großen Maßstab.

Der Workshop wurde vom NK2-Netzwerk in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP Greiswald) organisiert. Das NK2-Netzwerk wurde im Januar 2019 vom Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (Saale) und dem Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen IEC an der TU Bergakademie Freiberg initiiert. Innovative Technologien zur Konversion fester Kohlenstoffressourcen, chemisches Recycling sowie die Integration von "grünem" Wasserstoff und erneuerbarem Strom sind Schwerpunkte der Netzwerkaktivitäten.